Unsere neue kleine für den Alltag. Klein? Wer ist hier klein? Die Sony a6300 zeigt echte Größe im Vergleich zu ihrer Konkurrenz.

Warum eine DSLM? Also eine Fotokamera mit Wechselobjektivsystem ohne Spiegel. Wer sich heute eine neue Kamera zulegen möchte, der sollte nicht nur die Angebote nach dem billigsten Model durchsuchen, sondern vielmehr eruieren, was man wirklich braucht. Ich brauchte eine Kamera, mit der ich gut Fotografieren könnte. Eine Videofunktion haben die meisten heute. Aber ich brauchte für bestimmte Aufgaben noch mehr in diesem Bereich. Ein Objektiv, welches über eine Hinterkamerabedienung Zoomen kann und dabei nicht die eigentliche Länge verändert. So bin ich dann schließlich bei Sony und dem E-Mount gelandet. Genauer bei der Sony A6300.

Alltag

Bei der Arbeit trage ich meistens Kontaktlinsen, da Brille und Sucher nicht die beste Kombination darstellt. Bis Jetzt. Ich war genauso skeptisch wie Sie vielleicht noch sind, aber der Sucher der A6300 und auch der anderen Sony Modelle wie der A6000 und der A6500 sind perfekt am oberem linken Rand angeordnet. Haben Sie sich schon mal gefragt, warum die meisten Leute, die wir auf der Straße beobachten, auf die Monitore Ihrer Kameras schauen und Fotos machen, anstatt durch den Sucher zu gucken? Das liegt an der Augen- Nasen- Koordination. Während ich beim durchschauen des Suchers einer Canon Eos 7d mkII meine Nase zur Seite legen muss und mein Auge somit nach rechts schwenkt, kann ich mit der Sony einfach grade in den Sucher schauen. Meine normal große Nase passt nämlich wunderbar am Gehäuse vorbei. Somit habe ich auch keine Probleme, wenn meine Brille verschiedene Stärken hat. Ich nehme so also den Hautsehbereich zum Fotografieren und keinen Randbereich.

Das Display der A6000 Reihe kann man drehen und wenden wie man will! Nein, das kann man nicht. Es ist klappbar. Allerdings nur nach oben und nach unten. Man kann es also nicht schwenken und nach vorn klappen. Aber das braucht man auch nicht. Auch Hersteller von Kameras, die das können, haben das nicht gebaut, damit … sehen kann, ob sie beim Schminktutorial genau im Bild ist oder damit Selfis mit diesen Kameras besser klappen. In meinen Augen ist das nur so konstruiert worden, damit das Display nach innen gedreht werden konnte, um beim Transport besser geschützt zu sein. Wie ist es jetzt bei Sony? Um Bodennahe Bilder zu machen, ziehen Sie einfach am unterem Rand des Displays und hocken sich hin. Sie müssen sich nicht auf den Boden legen. Was aber, wenn die Kamera auf einem hohen Stativ steht? Dann ziehen Sie das Display von oben links in der Ecke zu sich heran und klappen es somit herunter. Schon können Sie bequem alles sehen.

Alles sehen ist ein gutes Stichwort. Über das Menü kann man einstellen, welche Einstellungen zu sehen sein sollen. Es kann nämlich etwas voll werden. Verschiedene Rasterkreuze, Autofokus Einstellungen, Weißabgleich, ISO- und Blendenwerte. Verschlusszeit und Audiopegel. Die Kamera verschweigt Ihnen nichts, wenn Sie es nicht wollen. Sogar Zebra ist von der Partie. So wendet Sony sich auch hier schon an die Filmer unter den Fotografen. Die Video REC Taste ist an der rechten Seite. Warum fragen sich viele. Warum nicht? Wer es möchte kann sich eine oder beide der C Funktionstasten mit Video Rec belegen. C1 ist neben dem Auslöser, sodass die Umstellung nicht allzu schwer sein sollte.

Hat sie einen Blitz? Ja, den hat sie. Und was für einen.

Einen Batteriegriff?

Die Sony Alpha 6300 ist zwar klein, aber dennoch auch für normal große Hände sehr griffig. Eines nehme ich hier mal vor weg. Kaufen Sie sich niemals einen Batteriegriff für diese Kamera. Erstens brauchen Sie ihn nicht, und zweitens werden sie sich mehrfach ärgern. Warum? Als erstes müssen günstige Modelle mit einem kurzem Stück Kabel mit dem USB Port der Kamera verbunden werden, wenn z.B. der zusätzliche Auslöser für Hochkantaufnahmen benutzt werden soll. Nicht schön, sehr selten und regelrecht daneben, da die Klappe immer offen steht und somit auch HDMI und Klinkenbuchse offen sind. Aber das entscheidenste gegen diesen Batteriegriff ist die Tatsache, dass sie diesen entfernen müssen, um die Speicherkarte zu wechseln. Das liegt an der Position der Karte in der Kamera. Sie liegt direkt neben dem Akku und teilt sich mit ihm die selbe Abdeckung. Es lässt sich jetzt darüber streiten, ob das ein guter Ort ist. Aber die A6300 ist nie für die Verwendung eines Batteriegriffes konzipiert worden. Das ist zum einen daran zu erkennen, dass Sony für dieses Modell bisher gar keinen anbietet. Fazit: Ein Billig Batteriegriff macht diese Kamera nicht ein Deut professioneller.

Fazit:

Die A6300 zu kaufen werde ich nicht bereuen. Die Bildqualität ist super. Wie immer gilt dass dies nicht zuletzt auch aufs Objektiv zurückzuführen ist. Dennoch, technisch ist die Kamera große Klasse und muss sich nicht verstecken. Sie liegt gut in der Hand und das auch über einen längeren Zeitraum. Das Display ist gut, so wie es ist! In das Menü muss man sich einarbeiten. Hat man es verstanden ist es kein Problem. Im Gegenteil. Wer ein Canon Menü auf einer Sony Kamera erwartet, der erwartet auch das alle Paketdienste Gelb sind.

Sony A6300
  • Bildqualität
  • Bedienung
  • Verarbeitung
4.7

Kurzfassung

Den Kauf der A6300 bereue ich nicht. Technisch ist die Kamera große Klasse und muss sich nicht verstecken. Sie liegt gut in der Hand und das auch über einen längeren Zeitraum.